Fast Faster »Spyce« Food – Willkommen in der ersten Roboter-Küche der Welt [Netzfund]

Spyce Roboter Küche
Quelle: vecteezy

Digitalisierung und Automatisierung finden hauptsächlich in der Industrie und der Landwirtschaft statt – könnte man denken. Doch auch in den eigenen vier Wänden kommt immer mehr Technik zum Einsatz. Sei es die Steuerung des Lichts oder der Heizung mit Hilfe von Alexa, Siri & Co. oder das Bedienen und Überwachen des Herdes und anderen Geräten in der Küche per App.

Genau diese technischen Möglichkeiten machten sich vier Studenten aus Boston zunutze und eröffneten 2018 mit »Spyce« das erste voll automatisiertes Restaurant mit leckerem Fast Food zu fairen Preisen.

Voll automatisierte Küche?

Die Besucher von Spyce wählen ihr Gericht per Tablet aus der Speisekarte aus. Kleine Anpassungen, wie das Hinzufügen oder Entfernen einer extra Zutat können ohne Probleme vorgenommen werden. Auch das Bezahlen findet am Tablet statt. Soweit so gut – kennt man ja.

Im Anschluss werden die Zutaten durch Trichter an kastenförmige Roboter weitergegeben. Diese transportieren alle Zutaten in den entsprechenden Topf. Geheizt wird durch Induktion. Ist das Gericht fertiggekocht, wird es in eine Schale gegeben und der Topf ausgespült.

Die Allergene werden getrennt aufbewahrt und müssen der Speise im Nachhinein hinzugefügt werden. Auch die Dekoration übernimmt noch der Mensch, bevor die Mahlzeit dem hungrigen Gast serviert wird.

Voll automatisiert trifft es also nicht ganz – was der Qualität und dem Geschmack der Gerichte aber mit Sicherheit keinen Abbruch tut. So stammen alle Rezepte von Chefköchen und auch die Zutaten werden noch von den Spyce-MitarbeiterInnen vorbereitet. Zum Schälen und Schneiden sind die Algorithmen anscheinend noch nicht clever genug. 😉

Automatisierung total – ersetzt die Maschine den Menschen?

Die klassischen Begleiterscheinungen von automatisierten Prozessen reichen von Vorteilen wie Kosten- und Zeitersparnis und damit mehr Effizienz bis zu kritischen Stimmen, die fehlende Individualität bemängeln oder aber vor Arbeitsplatz-Verlusten warnen.

Ja, in einem innovativen, automatisierten Restaurant gibt es selbstredend weniger Arbeitsplätze als in einem klassischen Gastronomie-Betrieb. Jedoch eröffnet es auch neue Jobaussichten. Die Maschinen und die Software müssen schließlich gewartet und neue Gerichte in das System implementiert werden.

Ein gutes Restaurant bietet nicht nur gutes Essen. Exzellenter Service ist mindestens genauso wichtig und das kann der Mensch auf alle Fälle besser als die Maschine. Oder hat euch der Bestellautomat bei »McDonalds« schon mal einen Witz erzählt?

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