Social-Media-Trends 2020 – Nicht mitmachen ist keine Option

Social Media Trends 2020 Pop Icons
Quelle: pixabay

Was haben die US-amerikanische Burgerkette Wendy´s mit Fortnite, der Deutschrapper Shindy mit Bofrost oder zwei Tatortkommissare auf Whatsapp mit der Deutschen Telekom zu tun? Sie alle liefern hervorragende Beispiele dafür, wie heute Social-Media-Marketing für eine ganz besondere Zielgruppe funktionieren kann: die Generation Z.

Je nach Definition umfasst die Generation Z die Jahrgänge zwischen 1995 und 2010 und damit all jene, die mit den digitalen Medien aufgewachsen und mit klassischen Werbebotschaften nur noch schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Die oben genannten Best Practices zeigen Mittel und Wege, wie man diese Generation dennoch für eine Marke sensibilisieren, ja sogar begeistern kann.

Social Media is still alive

Mit »It´s all (still) about P.O.P.« war treffenderweise eine der inspirierendsten Keynotes auf der diesjährigen Social Media Conference in Hamburg betitelt, auf der Strategien vorgestellt wurden, wie man die wichtige Zielgruppe der Generation Z auf den diversen Social-Media-Plattformen noch erreichen könne.

Denn auch wenn Deutschland sowohl in Sachen Durchdringung als auch bei der Anzahl der Accounts pro Kopf noch weit abgeschlagen hinter den Spitzenreitern aus Südostasien oder Übersee liegt, Social Media spielt vor allem für die Generation Z eine elementare Rolle.

Gut drei Viertel ihrer gesamten Screentime von immerhin 214 Minuten täglich verbringt die Tube Generation mit Social Media. Sich als Unternehmen oder Brand dort entsprechend zu platzieren, ist also kein Nice-to-have, sondern sollte spätestens 2020 elementarer Bestandteil einer jeden Marketingstrategie sein.

Social Media: Bunt, grell, bewegt und auf den Punkt

Auch wenn der Mythos von der im Vergleich zu einem Goldfisch geringeren Aufmerksamkeitsspanne des heutigen Menschen schon widerlegt ist, auf Social Media gilt es mehr denn je, möglichst schnell auf den Punkt zu kommen. In der immer vollen Timeline aus der Masse herauszustechen, bleibt auch 2020 eine der gefragtesten Marketing-Künste. Denn nichts strafen die User durch energisches Wischen schneller ab, als lieblos gesponserte Posts oder halbherzig produzierte Produktplacements.

Wer die Generation Z richtig ansprechen will, (und das sollten angesichts der immer weiter steigenden Kaufkraft dieser Zielgruppe so ziemlich alle Unternehmen) muss nicht nur auf den Punkt begeistern, sondern besser noch zur Interaktion animieren: Playable Ads auf Facebook, Instagram-Story-Challenges oder Games Lenses auf Snapchat – Die Generation Z will nicht nur ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten, sondern auch auf Social Media aktiv miteinbezogen werden.

Social Media: Nicht mitmachen ist keine Option

Im Umkehrschluss ergibt sich daraus für die Unternehmen die Notwendigkeit, Social Media als Kommunikationskanal endlich ernst zu nehmen. Die Deutsche Bahn etwa macht vor, wie das auf Twitter funktionieren kann und kommuniziert über den Nachrichtendienst täglich mit ihren mehr oder weniger frustrierten Reisenden.

Und weil Brands auch ohne ihr eigenes Zutun auf Social Media zu finden sind, ist man gut damit beraten, dort auch Flagge zu zeigen, Stellung zu beziehen und die so gewonnene Reichweitenwelle möglichst weit zu surfen. Ein gutes Beispiel dafür, welche Ausmaße das annehmen kann, liefert dieser Paketbote.


Von der ersten Erwähnung auf reddit.com über Facebook, Twitter und diverse Nachrichtenportale hat dieser Clip in UK und China schon mehr als 1,6 Millionen Views erzielt.

Ähnliche Beispiele (in denen die Brands besser wegkommen) lassen sich auch vor der eigenen Haustür finden.

Social Media Trends 2020 Blitzer Jena
Quelle:Facebook

Auch in diesem Beispiel wäre das den Blitzer verdeckende Unternehmen gut beraten, selbst Stellung zu beziehen.

Social Media: Viral geht selten (planbar) über Nacht

Auch auf Social Media will trotz aller Kurzlebigkeit des Contents gut Ding oft Weile haben. Ein Paradebeispiel dafür liefert folgender Clip, der mit aktuell mehr als 870 Millionen Views einer der erfolgreichsten auf YouTube ist.

Ursprünglich als Videobotschaft für die entfernt lebende Verwandtschaft erstellt, schaffte es dieser Clip auch nicht über Nacht bis ganz an die Spitze der YouTube-Charts und ermöglichte den Eltern damit ganz nebenbei den Bau eines werbefinanzierten Eigenheimes. Genau wie der ausdauernde Paketbote brauchte auch der bissige Bruder reichlich Zeit und Reichweitensteigerung auf anderen Plattformen und Medien.

Social Media: Video bleibt plattformübergreifend King

Ganz gleich ob auf YouTube, Instagram Facebook oder TikTok: Video bleibt auch 2020 und vor allem bei der Generation Z der absolute King. Schon 2022 sollen mehr als 80 Prozent aller Online-Inhalte Videos sein.

Und um die unausweichliche Frage jedes Marketers jenseits der 25 zu beantworten: Ja, auch TikTok wird eine immer wichtigere Rolle spielen. Denn die chinesische Video-App, deren Funktionsweise und vor allem Nutzen sich vielen Marketern noch entzieht, ist die soziale Plattform, die am schnellsten gewachsen ist. Nach nicht einmal drei Jahren hat das Videoportal, bei dem es ursprünglich darum ging, lippensynchrone Musikvideos zu erstellen, die magische Marke von einer Milliarde Nutzer erreicht. Zum Vergleich: Facebook, Instagram und sogar WhatsApp haben dazu bis zu acht Jahre gebraucht.

Die am meisten genutzten Social-Media-Apps bleiben allerdings Instagram und Facebook. Doch besonders bei den jüngeren Zielgruppen zwischen 13 und 21 Jahren spielen aber auch Snapchat und eben TikTok eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Social Media muss Chefsache werden

Handelskraft Trendbuch 2020 »Digitale Intelligenz«. Jetzt vorbestellen!»Lasst uns doch mal was auf Insta machen.« Wer mit solchen oder ähnlich vagen Plänen und ohne passende Strategie auf Social Media erfolgreich sein will (und dafür am liebsten nur die Praktikantin abstellen will), sollte es lieber lassen! Dank der immensen Reichweite, der guten Zielgruppen-Clusterung nicht zuletzt der immer neuen Selling-Funktionen sollte Social Media als wichtiges Instrument im gesamten Marketing-Mix verstanden werden.

Und dafür darf und sollte, ausreichendes Charisma vorausgesetzt, auch mal der CEO herhalten. Denn eines schätzt die Generation Z besonders: Authentizität.

Mitmachen? Unbedingt! Aber nicht ohne die richtige Strategie. Und um diese zu entwickeln, braucht es vor allem eines: Digitale Intelligenz. Wie man diese entwickelt, im Unternehmen etabliert und nutzt, zeigen wir im Trendbuch Handelskraft 2020 »Digitale Intelligenz«.

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