Remote-Work: 5 Tipps für erfolgreiche digitale Zusammenarbeit

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Seit einigen Jahren schon wabert ein Begriff von der Welt der Start-ups im Silicon Valley bis in die Feuilletons der Wochenzeitungen: New Work beschäftigt die Menschen weltweit. Gut arbeiten kann man mit dem Laptop auf den Knien als deutscher Staatsbürger in einem Pariser Café für ein US-amerikanisches Unternehmen in den 2020er Jahren nicht mehr nur als Blogger, sondern auch als Ingenieur.

Die letzten Wochen haben unzählige Unternehmen dazu gezwungen, über ganz neue Formen des Zusammenarbeitens nachzudenken, um überhaupt weiter zusammenarbeiten zu dürfen. Was an wissensintensiven Arbeitsorten jahrelang als unmöglich galt, wurde binnen Tagen zur Normalität: Homeoffice und Remote-Work. Orte bisheriger beruflicher Produktivität, wie Büros, Universitäten, Konferenzzentren und Fertigungshallen fielen in eine Art Dornröschenschlaf.

Remote-Work & New Work

New Work und Remote-Work hängen eng zusammen. Während es bei Remote-Work darauf ankommt, eine digitale Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Meetings, Schulungen und selbst Konferenzen stattfinden können, ohne dass die Menschen physisch zusammenkommen müssen, geht es bei New Work um noch ein bisschen mehr: Es geht darum, Flexibilität und Agilität in einen Arbeitsalltag zu integrieren.

Eine der Grundideen agiler Führung ist es, das Ruder aus der Hand zu geben und Verantwortung zu verteilen. Nicht zu fragen: Wer hat die Macht? Sondern: Wer hat die Expertise? Nicht zu fragen: Was kann ich allein schaffen? Sondern: Was schaffen wir im Team?

Remote-Work: 5 Tipps für erfolgreiche digitale Zusammenarbeit

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Ja, im Hoemoffice sind wir physisch allein – jedenfalls als Mitarbeiter. Dass da noch die Kinder, der Partner oder das Haustier drumherum springen, ist auch eine Form von Teamspirit, aber eben eine andere als die, die wir gerade aus dem Real Office vermissen. Kollaboration und Zusammenhalt mit dem Work-Team gehen auch remote. Und das richtig gut. Das ist nicht nur eine Frage der richtigen Tools, sondern vor allem eine das Mindsets. Lasst euch drauf ein und euch von diesen 5 Tipps inspirieren:

Remote-Work-Tipp 1: To-Dos priorisieren

Diese Frage stellt sich jedem, der nicht prädefinierte Schichtarbeit leistet, auf Patienten wartet oder nach einem Trainings-, Spiel- oder Stundenplan agiert. Wer klassische Büroarbeit leistet, investigativ oder gar kreativ tätig ist, weiß nicht immer, wie er seinen Arbeitsalltag gestalten wird. Deswegen sollte jeder Arbeitstag am Ende des vorherigen beginnen, indem man sich eine To-Do-Liste für den kommenden Tag erstellt und auch wenn man mit einer Projektmanagement-Software wie Jira arbeitet, die To-Dos priorisiert.

Remote-Work-Tipp 2: To-Dos priorisieren

Home und Office trennen Gleitzeit ist ein Zauberwort moder-ner Büroarbeit. Zwischen Kühlschrank und Waschmaschine entgleitet einem die Gleitzeit leicht. Daher gilt fürs Homeoffice wie fürs »Real Office«: Anfangen zur selben Zeit wie sonst auch. Vorher gewaschen und satt sein. Vielleicht sogar Sport gemacht haben. Während des Arbeitens auf ausreichend Pausen achten. Nicht prokrastinieren, aber auch nicht viel zu viel arbeiten. Denn tatsächlich haben Arbeitsforscher herausgefunden, dass man im Homeoffice zu Überstunden neigt, ohne dies zu merken.

Remote-Work-Tipp 3: Tools überschaubar halten

Wenn ein Team remote arbeitet, kann es sich nicht persönlich begegnen und informieren. Moderne Teams kommunizieren heute über Chatdienste wie Microsoft Teams, Skype oder Zoom.

Sind entsprechende Lösungen im eigenen Unternehmen (noch) nicht vorhanden, besteht die Möglichkeit, einen Messenger-Dienst wie Slack anzuregen oder bei Signal, Threema oder Telegram eine Gruppe zu gründen, um wenigstens kollektiv Arbeitsbeginn und -ende zu kommunizieren. WhatsApp eignet sich eher für den privaten Kontext, denn das ist erstens unverschlüsselt, zweitens liest Facebook mit.

Remote-Work-Tipp 4: Hochwertig kommunizieren

Auch im Remote-Business gilt bei der Kommunikation: höflich und konstruktiv. Privatchats über Kinder, Katzen und Kakteenzucht sind, strenggenommen, als Pausen zu betrachten. Gleichzeitig ist es wichtig, auch über digitale Kanäle den Zusammenhalt zu fördern und das Miteinander zu betonen. Also keine Scheu vor Dialogen auch jenseits von Videokonferenzen: Headset auf, Kamera an, auf den Hörer drücken und miteinander sprechen!

Remote-Work-Tipp 5: Feierabend machen

Bevor Homeoffice vor ein paar Wochen zur internationalen Notwendigkeit wurde, wandelte sich die Arbeitswelt nur langsam. Eine vielzitierte Studie aus dem Jahr 2013 belegt, dass Kollegen, die weniger Präsenz im Office zeigen, sogar fleißiger sind. Gleichzeitig werden sie aber nicht so wahrgenommen. Homeoffice bietet die Möglichkeit, über Leistung Präsenz zu zeigen. Trotzdem gilt auch hier: Sich zu überarbeiten, hilft langfristig niemandem.

Remote-Work und -Organsiation: Noch mehr Tipps

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