Die perfekte Symbiose aus Mensch, Raum und Technologie – Digital Heroes 2018 [Teil 2]

Quelle: pixabay
Digitalisierung – ein Wort, dass zurzeit mehr als jedes andere für die Weiterentwicklung der Menschheit steht. Alles geht immer schneller, einfacher und besser. Bahnbrechende Technologien, das IoT und vor allem KIs sorgen dafür, dass es keinen Stillstand gibt, weder bei den Maschinen und ihrem Leistungsspektrum, noch bei uns Menschen.

Was vor zwanzig Jahren noch utopisch klang und maximal in Science-Fiction Klassikern »möglich« war, ist 2018 Realität. Grund genug, uns im zweiten Teil des etwas anderen Jahresrückblicks der Symbiose zwischen Mensch und Maschine zu widmen.

Von Menschen und Maschinen

Androiden und Roboter? Im digitalen Zeitalter keine Unbekannten mehr. Im Gegenteil: Längst sind die digitalen und humanoiden Gefährten fester Bestandteil unseres Alltags und des Digital Business. Doch wie sieht es mit Cyborgs aus? Schon mal einen getroffen? Nein? Wir schon. Und zwar den ersten offiziell anerkannten Cyborg: Neil Harbisson.

Neil ist von Geburt an farbenblind. Nur Schwarz-Weiß Töne kann er mit seinen Augen wahrnehmen. Sich damit zufriedengeben, war für den gebürtigen Briten jedoch keine Option. Im Alter von 20 Jahren ließ er sich einen Eyeborg in sein Gehirn implantieren. Dabei handelt es sich um einen flexiblen Schlauch mit Kamera und direkter Verbindung zum Gehirn, die es Neil möglich macht, Farben quasi zu hören.

Jede Farbe besitzt ihre eigene Wellenlänge. Und Wellenlängen können in Frequenzen wiedergegeben werden. Aus der jeweiligen Frequenz wird via Vibration am Schädelknochen ein Ton oder eben eine ganze Melodie, so wie wenn Neil beispielsweise sein Essen anrichtet. Das »Auge« isst ja schließlich mit.

Ein Besuch im Kunstmuseum? Für Neil nicht nur wegen all der Meisterwerke, sondern auch wegen der Besucher ein spektakuläres Konzert. Synästhesie 4.0 also mit wundervollen Anekdoten, die für Staunen sorgen, für ein Wow nach dem anderen, sei es für die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts oder den Menschen dahinter.

Mit seinem Innovationsgeist und dem Mut, mit Hilfe digitaler Möglichkeiten biologische Hürden zu überwinden, gehört Neil definitiv zu unseren Digital Heroes 2018.

Digitale Utopie?

Doch die Symbiose zwischen Mensch und Maschine könnte sich auch schnell in einen Alptraum verwandeln. Zumindest wenn man Yuval Noah Harari und Richard David Precht glaubt.

Mit »Homes Deus« hat der israelische Geschichtsprofessor Yuval Harari bereits 2015 eine digitale Utopie ausgerufen. In »21 Lektionen für das 21. Jahrhundert« beschreibt Harari diese anstürmende Zukunft im Jahr 2018 noch genauer und gibt Vorschläge, damit jetzige Umwälzungen nicht in einer Dystopie á la »Schöne neue Welt« enden.

Auch Richard David Precht versucht in »Jäger, Hirten, Kritiker« mit mahnenden Worten und konkreten politischen Umsetzungszielen eine digitale Utopie zu beschreiben. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, und der Wette, dass eine Vielzahl der Jobs bald von Maschinen übernommen werden, versucht Precht einen Fahrplan in die Zukunft zu entwerfen.

Davon mag man halten, was man will, wichtig ist an dieser Stelle nur, dass sich überhaupt mal jemand damit beschäftigt … in einem Land, dass im Umgang mit modernen Technologien noch Nachholbedarf hat. Ein Fakt, der durch eine anhaltende »Funkloch«-Debatte mehr als deutlich wird.

Sowohl Harari als auch Precht sind der Meinung, dass die Digitalisierung DIE Chance für heutige Gesellschaften ist, solange politische, soziale, wirtschaftliche und viele weitere Akteure sich dessen bewusst sind und man das Ganze nicht den privatwirtschaftlich agierenden Unternehmen aus dem Silicon Valley überlässt.

Für das Aufzeigen des Scheidewegs, an dem wir uns gerade beim Thema Digitalisierung und der Zukunft im Allgemeinen befinden, gehören Richard David Precht und Yuval Harari ebenfalls zu unseren Digital Heroes 2018.

Nachwuchs ist Zukunft

Und was braucht es, um verantwortungsvoll mit Digitalisierung umzugehen? Neben Transparenz und Aufklärung, natürlich vor allem Bildung. Es liegt in unseren Händen, wie weit wir die Symbiose von Mensch, Raum und Technologie treiben, wie viel Mitsprachrecht wir in dieser digitalen Welt haben. Daher ist es umso wichtiger, dass wir für gut ausgebildeten Nachwuchs sorgen. Ein erster Grundstein für diese zukunftsweisende Richtung wurde Mitte des Jahres, am 29. Juni 2018 gelegt.

Dank der offiziellen Unterzeichnung der Stifterprofessur für den Masterstudiengang E-Commerce sorgte dotSource gemeinsam mit dem Who is Who der deutschen und regionalen E-Commerce Szene und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft & Digitale Gesellschaft dafür, dass qualifizierter Nachwuchs nun direkt am digitalen Hotspot Jena ausgebildet werden kann.

Mit ihrem zukunftsweisenden Engagement gehören alle Beteiligten dieser Initiative, von Salesforce, Intershop, Diva-e, Tritum, igniti, Flyacts, e-Networkers, über Finnwaa, Orisa, Synesty, Xceptance, TowerConsult, Skatedeluxe, Somengo und emgress bis zu den beiden Intershopgründern Karsten Schneider und Stephan Schambach daher zweifellos zu unseren Digital Heroes 2018.

Apropos Zukunft

Auch die erfolgreiche Mission des »Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.« im August dieses Jahres trägt dazu bei, dass die Lücke zwischen Online-Boom auf der einen und Fachkräftemangel auf der anderen Seite deutlich minimiert wird. Digital Hero Auszeichnung redlich verdient hat sich also auch der bevh, der Bahn brach für den offiziellen Start des neuen Ausbildungsberufs »Kaufleute im E-Commerce«.

Und die digitalen Experten? Auch ihnen gebührt natürlich der Titel Heroes und Heroines 2018. dotSource hat im April die 200 Mitarbeiter-Marke geknackt und ist im Internet-Agentur Ranking in die Top Ten, sowie in der Erhebung der besten Arbeitgeber Mittelstand in die Top 3 in Thüringen geklettert.

Erfahrene wie auch neue Kollegen haben in diesem Jahr für jede Menge gute Arbeit gesorgt. Besondere Highlights waren dabei auch der Relaunch der dotSource Homepage sowie das Redesign des Handelskraft Blognetzwerks. Dank dieser und vieler anderer Meilensteine gehören natürlich auch alle dotSource Teams zu unseren Digital Heroes 2018.

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